Bürgermeister/inwahl & Landtagswahl

Wir vom Bilderbogenteam gratulieren Frau Ortmann herzlich zur Wiederwahl!

Wir in unserer Gemeinde durften gestern nicht nur den Landtag neu wählen, sondern haben auch entschieden, ob unsere Bürgermeisterin P. Ortmann eine weitere Amtszeit bekommt. Gegenkandidaten gab es keine und trotzdem musste sie laut Wahlrecht die 50 % Hürde meistern. Diese hat sie souverän geschafft und wurde mit 84,28 % wiedergewählt. Entsprechend lange ging die Wahlparty in der La Vinia.

Neben der Bürgermeisterin wurde auch der hessische Landtag neu gewählt. Klarer Sieger ist hier die CDU und die AFD. Die Linke, wie die Freien Wähler haben es nicht geschafft, in den Landtag einzuziehen. Knapp drin sind dagegen die FDP. Somit besteht der hessische Landtag die kommenden 5 Jahren aus 5 Parteien. Als Direktkandidat hat Frederik Bouffier, Sohn des früheren hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, bei uns gewonnen. Gratulation auch an dieser Stelle.

Bereits im Wahllokal konnte man die sehr gute Wahlbeteiligung spüren. Nicht nur die Bürgermeisterwahl hatte eine Wahlbeteiligung von über 70 % sondern auch die Landtagswahl. Und so haben die einzelnen Wahlbezirke bei uns abgestimmt:

Bürgermeisterinwahl:

Ja-Stimmen
in %
Nein-Stimmen
in %
Bürgerhaus Bieber: 932 Wahlberechtige – 428 Stimmen – davon 3 Ungültig

358

84,24

67

15,76

Bürgerhaus Frankenbach: 777 Wahlberechtige – 363 Stimmen – davon 13 Ungültig

290

82,86

60

17,14

Bürgerhaus Rodheim: 1142 Wahlberechtige – 534 Stimmen – davon 11 Ungültig

464

88,72

59

11,28

Georg-Kerschensteiner-Schule: 898 Wahlberechtige – 409 Stimmen – davon 9 Ungültig

345

86,25

55

13,75

Mehrzweckhalle Fellingshausen: 687 Wahlberechtige – 354 Stimmen – davon 5 Ungültig

274

78,51

75

21,49

Mehrzweckhalle Krumbach: 607 Wahlberechtige – 317 Stimmen – davon 6 Ungültig

279

89,71

32

10,29

Mehrzweckhalle Königsberg: 684 Wahlberechtige – 345 Stimmen – davon 6 Ungültig

307

90,56

32

9,44

Mehrzweckhalle Vetzberg: 500 Wahlberechtige – 228 Stimmen – davon 3 Ungültig

166

73,78

59

26,22

Petrus Gemeindehaus Fellingshausen: 726 Wahlberechtige – 357 Stimmen – davon 8 Ungültig

265

75,93

84

24,07

Tagespflegestätte: 1231 Wahlberechtige – 546 Stimmen – davon 10 Ungültig

460

85,82

76

14,18

Landtagswahl:

Bürgerhaus Bieber: 899 Wahlberechtige – 426 Stimmen – davon 17 Ungültig

Wahlbeteiligung:
47,39 %

Bürgerhaus Frankenbach: 747 Wahlberechtige – 360 Stimmen – davon 10 Ungültig

Wahlbeteiligung:
48,19 %

Bürgerhaus Rodheim: 1101 Wahlberechtige – 530 Stimmen – davon 21 Ungültig

Wahlbeteiligung:
48,14 %

Georg-Kerschensteiner-Schule: 880 Wahlberechtige – 408 Stimmen – davon 13 Ungültig

Wahlbeteiligung:
46,36 %

Mehrzweckhalle Fellingshausen: 677 Wahlberechtige – 354 Stimmen – davon 2 Ungültig

Wahlbeteiligung:
52,29 %

Mehrzweckhalle Krumbach: 591 Wahlberechtige – 316 Stimmen – davon 11 Ungültig

Wahlbeteiligung:
53,47 %

Mehrzweckhalle Königsberg: 665 Wahlberechtige – 342 Stimmen – davon 5 Ungültig

Wahlbeteiligung:
51,43 %

Petrus Gemeindehaus Fellingshausen: 717 Wahlberechtige – 355 Stimmen – davon 18 Ungültig

Wahlbeteiligung:
49,51 %

Mehrzweckhalle Vetzberg: 490 Wahlberechtige – 226 Stimmen – davon 4 Ungültig

Wahlbeteiligung:
46,12 %

Tagespflegestätte: 1197 Wahlberechtige – 544 Stimmen – davon 10 Ungültig

Wahlbeteiligung:
48,14 %

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die nächste Wahl findet kommendes Jahr am 09.06.2024 statt. Es ist die Europawahl.

Bild: Ortmann
Screenshots: C. Haus
Quellen: votemanager.de

Eine Woche vor der Wahl – für Unentschlossene

Und wieder steht eine Wahl an. Nachdem im Frühjahr die Kommunalwahl stattgefunden hat, wo wir die ehrenamtlichen Vertreter für unser Biebertaler Parlament gewählt haben, steht jetzt die Bundestagswahl an. Aber wen soll man da wählen, vor allem da diese Politiker alle so weit weg sind und ihn mit Sicherheit der einzelne Bürger in Biebertal nicht besonders interessiert. Dazu gibt es seit einigen Jahren den Wahl-O-Mat. In diesem beantwortet man 38 Thesen nach seinem Empfinden. Anschließend kann man bestimmten Thesen noch eine Gewichtung verleihen.

Zum Abschluss wählt noch man die Parteien aus, die man Favorisiert. Dazu wird noch mal unterteilt in die Parteien, die bereits eine Fraktion im Bundestag haben und denen, die zur Bundestagswahl zugelassen. sind. Im letzten Schritt rechnet das Programm dann aus, welche Partei aufgrund von Übereinstimmungen zu einem passt.

Allerdings gibt es Kritik an dem Wahl-O-Mat, da die Thesen auf den Wahlprogrammen der Parteien basieren. Zudem gibt es nur 3 Antwortmöglichkeiten bemängelt der Politikwissenschaftler Norbert Kersting von der Universität Münster.. Es gibt allerdings alternative Empfehlungsprogramm.

Der Wahlkompass:

Beim Wahlkompass werden nur 30 Thesen vorgegeben und es gibt 5 Antwortmöglichkeiten. Allerdings muss man zuerst einige persönliche Daten preis geben.

Danach kann man, muss aber nicht, seine E-Mail-Adresse hinterlegen, in der man zu einigen wenigen wissenschaftlichen Politik-Umfragen eingeladen wird.. Danach geht es zu den Thesen. Hier gibt es bis zu 6 Antwortmöglichkeiten. Einige der Thesen gleichen aber denen im Wahl-O-Mat.

Hat man die 30 Thesen abgearbeitet, kann man noch angeben, wie wahrscheinlich die Wahl einer Partei ist. Allerdings hat dies keinen Einfluss auf das Ergebnis.

Ergebnis Wahlkompass

Beim Gesamtergebnis muss man links noch die Gewichtung verteilen. Zudem ploppt ein kleines Fenster kurz auf und zeigt an, welche Partei einem am nächsten ist. Allerdings stimmt diese nicht mit dem Ranking überein. Das verwundert dann schon ein wenig. Zudem sind nicht alle Parteien im Programm enthalten. Unter dem Reiter Begründung, oben rechts, kann man sich die einzelnen Thesen noch mal ansehen und schauen was welche Partei gewählt hat. Zudem kann man sein Ergebnis gleich direkt in den Sozialen Medien teilen. Ob das sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden.

Dein Wal:

DeinWal setzt auf eine andere Taktik. Hier geht es nicht um Zukunftsthesen, sondern es sind Thesen, über die Parteien bereits abgestimmt haben. Leider sind hier aber nur die 6 Parteien aus dem Bundestag vertreten. Insgesamt gibt es 25 Thesen.

Man kann das Ergebnis sich auf seinem Gerät abspeichern oder eventuell auch auf Animationen verzichten. Zum Starten klickt man auf Quiz starten.

Zunächst bekommt man eine kleine Einweisung in das Quiz. Hier gibt es nur 2 Antwortmöglichkeiten. Daumen runter oder hoch. Mit dem Herz kann man der These mehr Gewichtung geben. Sollte man bei einer These neutral sein, kann man mit den Pfeiltasten zur nächsten gelangen.

Insgesamt gibt es 4 Themenfelder. Man sieht wann über die These abgestimmt wurde und kann durch Button „Mehr Informationen“ mehr dazu erfahren. Das Ergebnis erscheint als Balkendiagramm. Man kann oben rechts einen Riegel schieben, der einem dann sogar anzeigt, wie man mit einzelnen Abgeordneten der Parteien übereinstimmt. Zudem gibt es eine detaillierte Auswertung der Thesen.

Fazit: Ich habe jetzt die 3 Programme durchgemacht und hatte 3 unterschiedliche Ergebnisse ;-). Während der Wahl-O-Mat und der Wahlkompass auf zukünftige Thesen setzt, ist bei DeinWal die bereits getätigten Abstimmungen im Vordergrund. Einzig der Wahl-O-Mat hat alle zugelassene Parteien im Programm.

Weiter Alternativen:

Ergänzende Informationen: Followthevote ist eine App fürs Handy, beim Wahltest muss man nicht nur nein oder ja sagen, sondern auch seine Meinung vertreten; also z. B,. sagen, wann der Kohleausstieg vorgenommen werden soll. Dort sind wiederum nur die 6 großen Parteien im Ergebnis vertreten. Voteswiper basiert auf dem Prinzip von Tinder (Datingapp). Hier sind allerdings wieder alle Parteien mit an Bord. Die beiden O-Maten sind auf gezielte Themen spezialisiert. Diese habe ich jetzt nicht mehr ausprobiert.

Screenshots: C. Haus
Quelle: Gießener Anzeiger